"Was fliegt denn da oben?" - Mit einem der größten Teleskope Europas will das DLR Weltraumschrott analysieren

Die Space Debris Laser Ranging Bodenstation des DLR-Instituts für Technische Physik kann Satelliten und Schrottobjekte im All bis rund zehn Zentimeter Größe auf wenige Meter genau orten. Dazu werden die Objekte einem Infrarot­Laser angestrahlt. Das zurückgestreute Licht wird vom Teleskop eingefangen. Aus der Laufzeit lässt sich die Entfernung von Weltraumschrott und Satelliten exakt bestimmen. Ziel ist es, Konzepte zur Beseitigung von Weltraumschrott zu entwickeln.

Der große Teleskopdurchmesser von knapp zwei Metern ermöglicht es den DLR-Forscherinnen und ­Forschern mit Hilfe spektroskopischer Methoden beispielsweise das Material des Weltraumschrotts zu ermitteln. Zudem lassen sich Alterungsprozesse durch Weltraumstrahlung untersuchen. Daraus ziehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Rückschlüsse, wie sich Schrottobjekte mit Laserstrahlen so aus ihrer Umlaufbahn ablenken lassen, dass sie zeitnah in der Erdatmosphäre verglühen.

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