Third Life Kohle-Kraftwerke

Hochtemperatur-Wärmespeicher können große Energiemengen preiswert speichern und bedarfsgerecht in Strom umwandeln. Die Testanlage für Wärmespeicherung in Salzschmelzen (TESIS) des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik ist die erste deutsche Forschungsanlage für Flüssigsalzspeicher in relevantem Maßstab. Mit ihr wird diese Technologie anwendungsbezogen und in industriellem Maßstab weiterentwickelt.

Wärmespeicherkraftwerke beziehen ihre Energie aus erneuerbaren Quellen statt aus fossilen Rohstoffen. Im Gegensatz zu Kohlekraftwerken, die weltweit zu den größten Verursachern von Kohlenstoffdioxid zählen, entstehen bei Wärmekraftwerken keine klimaschädlichen Treibhausgase. Als Speichermaterial dienen Flüssigsalze und Feststoffe, wie beispielsweise Keramiken. Diese Wärmespeicher können Schwankungen aus Photovoltaik und Windkraft ausgleichen. Bei Dunkelflauten lässt sich die gespeicherte Wärme über Verdampfermedien, Turbinen und Generatoren wieder in erneuerbaren Strom umwandeln. Die Speicher können so Strom aus erneuerbaren Quellen nach Bedarf liefern. Dies sichert eine regelbare Versorgung mit erneuerbaren Energien.

Bestehende Kohlekraftwerke zu großen Wärmespeicherkraftwerken umzubauen, bietet gleich mehrere Vorteile: Ein Großteil der Infrastruktur aus dem »ersten Leben« der Kraftwerke lässt sich weiterverwenden. Sämtliche kohlebasierten Segmente werden durch einen Wärmespeicher ersetzt. Dieser lässt sich mit erneuerbaren Energien “auftanken”. Netzanschlüsse, Kühltürme und Turbinen werden weiter genutzt. Das spart beim Umbau enorme Kosten, erprobte Betriebsweisen und Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Der Umbau von Kohle- zu Wärmespeicherkraftwerken ist ein Schlüsselelement der zukünftigen Stromversorgung in einem weltweiten CO2-armen Energiesystem der Zukunft.

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