Hochdruck-Brennkammer-Prüfstand Stuttgart (HBK-S)

Die Energiewende in Deutschland benötigt hochflexible Kraftwerke, um die fluktuierende Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen. Aufgrund ihrer Funktionsweise eignen sich insbesondere Gasturbinen-Kraftwerke. Allerdings müssen neue und bestehende Gasturbinen an geänderte Anforderungen beispielsweise hinsichtlich der Lastflexibilität angepasst werden. Insbesondere durch die zunehmende fluktuierende Einspeisung großer Energiemengen aus Wind- und Solaranlagen muss zukünftig eine Vielzahl von Lastprofilen abgedeckt werden können. Auch die Brennstoffflexibilität muss erhöht werden – wo heute Erdgas zum Einsatz kommt, wird morgen Biogas oder grüner Wasserstoff in der Gasturbine zur Stromerzeugung eingesetzt.

Die Forscherinnen und Forscher am DLR-Institut für Verbrennungstechnik nutzen modernste optische und laserbasierte Messtechnik, im Zusammenspiel mit speziellen hierfür ausgelegten Prüfständen, die über Fenster einen Einblick in die Brennkammer ermöglichen. So können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, wie die Verbrennung in Gasturbinen genau abläuft, und wie sich eine Änderung des Lastpunktes oder des Brennstoffes beispielsweise auf die Flammenstabilität oder auf die Schadstoffbildung auswirkt.

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