Dem Weltraumschrott auf der Spur

Das DLR-Institut für Technische Physik hat ein optisches Verfahren entwickelt, das mit Hilfe von Lasern die Umlaufbahnen von Weltraumschrott bis auf wenige Meter genau bestimmen kann. Diese Bahndaten können helfen, Zusammenstöße von Satelliten mit Weltraumschrott zu vermeiden. Je genauer diese Bahndaten sind, desto effektiver lassen sich Ausweichmanöver der Satelliten durchführen.

Um die Position von Schrottteilchen im All zu messen, beobacheten die DLR-Forscherinnen und -Forscher die Objekte mit einem optischen Teleskop und bestrahlen sie gleichzeitig mit Laserpulsen. Wenige Millisekunden später kommt ein schwacher Rückreflex des Laserlichts von den Objekten zurück. Aus der Laufzeitmessung der Laserpulse und der Ausrichtung des Teleskops lässt sich die Flugbahn berechnen.

Langfristig geht es darum, die Schrottteilchen aus ihrer Umlaufbahn zu entfernen. Dabei sollen die Objekte mit einem Laser bestrahlt und dadurch abgebremst werden. Dadurch gelangen sie auf eine niedrigere Umlaufbahn und verglühen zeitnah in der Erdatmosphäre. Hierzu entwickelt das Institut für Technische Physik gepulste Lasersysteme und hochgenaue Lasertrackingverfahren.

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